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Bericht von der DV/MV vom 21. September 2011


Die diesjährige Herbst-Delegierten- und Mitgliederversammlung des LVB stand vorwiegend im Zeichen des von der Regierung geplanten „Entlastungspakets" 12-15. In einem über den letzten Platz hinaus gefüllten und entsprechend aufgeheizten Saal warnte Christoph Straumann zunächst anhand eindrücklicher Zahlen vor den gewaltigen Folgekosten, welche die kurzfristigen Einsparungen im Bildungswesen für den Kanton Baselland auslösen würden.

Unter der Leitung von Andreas Schwald (Redaktionsleiter TeleBasel) diskutierten darauf Regierungsrat Urs Wüthrich, die Landräte Jürg Wiedemann (Grüne) und Karl Willimann (SVP) sowie Christoph Straumann über die Notwendigkeit und die Wirkungen des Sparens an der Bildung. Während Urs Wüthrich die Erhöhung der Pflichtstundenzahl als einseitige Sparmassnahme an einem kleinen Teil der Kantonsangestellten ablehnte, befürwortete er die Abschaffung der KVS mit der fehlenden Nachfrage nach Absolventen dieser Schule auf dem Arbeitsmarkt. Jürg Wiedemann widersprach heftig und wies auf den überwältigenden Prozentsatz an KVS-Absolventinnen und Absolventen hin, welche nach Abschluss dieser Schule entweder eine Lehrstelle oder eine höhere Ausbildung begännen. Karl Willimann stellte die Grösse der Belastung der Fachlehrkräfte durch eine weitere Pflichtstunde in Frage und prognostizierte eine weitere Sparrunde, in der auch dem übrigen Staatspersonal höhere Arbeitszeiten drohten. Heftige Reaktionen aus dem Publikum erntete er für die Aussage, dass eine Pflichtstundenerhöhung ja keine Lohnreduktion darstelle, was ihm Christoph Straumann anhand der Teilzeitproblematik erläuterte. Gegenüber Urs Wüthrich stellte Christoph Straumannn zudem ein weiteres Mal klar, dass zwar die Kosten für den HarmoS-Umbau gesprochen sein mögen, die Mittel für den laufenden Betrieb aber unzureichend sein würden.

Von Seiten der Mitglieder wurde deutlich darauf hingewiesen, dass die Kostensteigerung im Bildungswesen des Kantons nicht durch die Volksschule, sondern durch den Ausbau auf der Tertiärstufe (Universität und insb. Fachhochschule) verursacht wurden, und es nicht angehe, die Volksschule für diese Angebotsvergrösserung, deren Kosten vom Landrat offenbar nicht bedacht worden waren, zu bestrafen.

Die ablehnende Haltung des LVB zum Sparpaket 12-15 wurde mit einer einstimmig angenommenen Resolution bekräftigt. 

Diese Delegierten- und Mitgliederversammlung war die erste, welche vom neuen Geschäftsleitungsteam organisiert wurde. Mit Worten, Blumen, der Verleihung der LVB-Ehrenmitgliedschaft und mit viel Applaus wurden die aus der Geschäftsleitung zurückgetretenen Myrtha Michot, Doris Boscardin und Bea Fünfschilling für ihre hervorragende Tätigkeit verdankt. Mit einem gemütlichen Apéro klang die Versammlung aus.  


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