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Newsletter vom 08. Juni 2011


LVB-Medienmitteilung zum «Entlastungspaket» 12/15

Die heute präsentierten sogenannten «Entlastungsmassnahmen» des Regierungsrates reihen sich aus der Sicht der Arbeitnehmenden nahtlos in die Negativspirale der letzten Jahre ein. Einmal mehr wird der Versuch unternommen, Mehrausgaben, die an ganz anderer Stelle entstanden sind, mit Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen an den Baselbieter Schulen und damit auf Kosten des Lehrpersonals zu kompensieren.

Aus LVB-Sicht die augenfälligste Sparmassnahme ist die vorgeschlagene Erhöhung der Pflichtstunden. Auch wenn sie nicht alle Lehrpersonen gleichermassen treffen wird, stellt diese Massnahme einen weiteren Schritt in die absolut falsche Richtung dar. Seit einiger Zeit weist der LVB, zusammen mit dem LCH und anderen Lehrerverbänden, darauf hin, dass die Gesamtarbeitszeit im Lehrberuf wegen den immer zahlreicher und vielfältiger werdenden Aufträgen und Ansprüchen bei weitem nicht mehr ausreicht, um alle Erwartungen zu erfüllen. Speziell davon betroffen sind sicher die Klassenlehrpersonen. Mit der vorgeschlagenen Anpassung werden diese zwar im Gegensatz zu den Fachlehrpersonen nicht noch zusätzlich belastet, sind aber von einer realen Entlastung weiter entfernt denn je. Im Endeffekt wird der Unmut an den Schulen ungebrochen zunehmen, denn der Druck der kommenden Reformjahre wird vom Arbeitgeber kaltschnäuzig an die Lehrerinnen und Lehrer weitergereicht - ohne jegliche Entlastung für Klassenlehrpersonen und mit einer ungerechtfertigten zusätzlichen Ressourcenverknappung für Fachlehrpersonen. Unter dieser Geringschätzung der Arbeit an unseren Schulen hätten - neben den Lehrpersonen - in erster Linie die Unterrichtsqualität und damit die Bildung der davon betroffenen Schülerinnen und Schüler in den kommenden Jahren erheblich zu leiden. Aus diesem Grund lehnt der LVB diesen Vorschlag der Regierung schon heute entschieden ab!

Der LVB wird die Vielzahl von weiteren Sparvorschlägen, welche die Schule betreffen, in den nächsten Tagen analysieren und im Rahmen der heute eröffneten Vernehmlassung zu einem späteren Zeitpunkt detailliert Stellung nehmen.

Für die LVB-Geschäftsleitung

Christoph Straumann
Vizepräsident und Geschäftsführer


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