Head
spacer
spacer
spacer
spacer

Medienmitteilung


Berufsverbände aus fünf Kantonen sorgen sich um Unterrichtsqualität und fordern mehr Zeit für Frühfremdsprachenprojekt

Die Lehrmittel sind noch kaum getestet worden, die Weiterbildung läuft erst an und andere Projekte belasten die Schule schon heute stark - dies sind die Gründe, warum die Berufsverbände der Lehrerinnen und Lehrer der Kantone Bern, Baselland, Basel-Stadt, Solothurn und Oberwallis ein Moratorium bei der Einführung des Fremdsprachenkonzeptes „Passepartout" fordern. 

In zwei Jahren sollen alle Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse in den „Passepartout"-Kantonen mit dem Französischunterricht beginnen. Zwei Jahre später sollen die Jugendlichen dann mit dem Englischunterricht starten. Gegen die Vorverlegung des Starts der 1. Fremdsprache in die 3. Klasse und der zweiten in die 5. Klasse ist nichts einzuwenden. Die Berufsverbände der Lehrerinnen und Lehrer der Kantone Bern, Baselland, Basel-Stadt, Solothurn und Oberwallis stören sich aber am überhasteten Zeitplan. Die zwei verbleibenden Jahre reichen nicht für eine seriöse Schulung der Lehrpersonen und für die nötigen Testreihen der Lehrmittel in allen beteiligten Kantonen. Zudem ist die Schule in den meisten Kantonen bereits durch andere Reformprojekte stark belastet. Um die Lehrpersonen fachlich und methodisch-didaktisch auf den Frühfremdsprachenunterricht vorzubereiten sind vorrangig zusätzliche zeitliche Ressourcen nötig. Es ist zu beachten, dass rund zwei Drittel der zukünftigen Französisch- und Englischlehrpersonen der Primarstufe bisher überhaupt keinen Fremdsprachenunterricht erteilt haben.

Die Berufsverbände der fünf Kantone fordern in einem offenen Brief (*) an die Erziehungsdirektionen und Bildungsdepartemente zusätzliche Zeit bei der Umsetzung des „Passepartout"-Projektes. Nur so kann die geforderte Unterrichtsqualität gewährleistet werden. 

GL-LVB
29.05.2009

offener Brief (pdf)


spacer

spacer