Der LVB stellt mit Befremden fest, dass die breite Kritik an den geplanten Sparmassnahmen bei den Baselbieter Schulen zwar in der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission des Landrats mit ablehnenden Entscheiden zu den wichtigen Punkten mehrheitlich geteilt wurde, in der massgebenden Finanzkommission aber offenbar auf taube Ohren stiess.
Der LVB hat in seiner Vernehmlassung eindringlich vor dem drohenden Bildungsabbau und den daraus resultierenden Kosten gewarnt. Lehrerinnen und Lehrer,aber auch Schülerinnen und Schüler haben ihren Protest gegen dieses Sparpaket an zwei grossen, viel beachteten Kundgebungen öffentlich gemacht.
Wenn all dies von den gewählten Volksvertretern auch weiterhin einfach ignoriert würde, müsste die Frage gestellt werden, welchen Stellenwert der Landrat der öffentlichen Meinung und dem Instrument der Vernehmlassung eigentlich beimisst, und wessen Interessen er wirklich vertritt.
Der LVB ist weiterhin davon überzeugt, dass Sparen an der Bildung die Kantonsfinanzen keinesfalls nachhaltig entlastet, sondern langfristig zu massiven Mehrkosten insbesondere im Sozialbereich führen und damit der Gesellschaft im Baselbiet bei weitem mehr schaden als nützen wird! Er fordert daher den Gesamt-Landrat weiterhin mit Nachdruck dazu auf, auf das kontraproduktive Sparen an der Bildung zu verzichten.
Christoph Straumann
17.02.2012

