1. Begrüssung und Vorstellung des Referenten
Karin Joachim begrüsst die Anwesenden (12 GBL-Mitglieder), insb. Doris Boscardin als LVB-Vertretung sowie den Referenten Christoph Wittmer.
2. Referat von Christoph Wittmer
Christian Oehrli führt den Referenten (Prorektor Kantonsschule Enge, Zürich, Gründungsmitglied der Gruppe HSGYM[1]) ein.
Christoph Wittmer möchte seinen Vortrag nutzen, um der Befürchtung entgegenzuwirken, Zürich wolle mit der HSGYM wie überall sonst auch die schweizerische Bildungspolitik dominieren. Dass solche Befürchtungen existieren, zeige sich daran, dass Bern bereits mit einem Vorstoss im Nationalrat gedroht habe, um der Gruppe HSGYM die Zusammenarbeit mit der ETHZ zu verbieten. Die Gruppe sieht daher einen grossen Informationsbedarf.
Die Frage, wie gut es gelingt, auf die Hochschule vorzubereiten, habe die Presse in den letzten Jahren stark beschäftigt. Bestrebungen wie diejenigen der ETH, sich international auszurichten und ihre Studenten selbst auszuwählen, hätten die HSGYM aufgeschreckt.
Christoph Wittmer zitiert Jürgen Oelkers, der am Symposium am 17. Januar 2008 in Zürich, an dem die HSGYM ihre Initiative vorgestellt hat, darauf hingewiesen hat, die Schnittstellenproblematik Gymnasium - Hochschule sei bereits im 18. Jahrhundert in Preussen erstmals aufgeworfen worden[2]. Von Seiten der Hochschule seien die Leistung der Gymnasien damals als durchwegs mangelhaft kritisiert worden. Zur Verbesserung der Situation seien eine Abschlussprüfung am Gymnasium wie auch eine Aufnahmeprüfung an der Hochschule diskutiert worden, durchgesetzt haben sich damals die Maturprüfungen, was bis heute so geblieben ist. Auffällig sei, so Christoph Wittmer, dass man schon damals versucht habe, mit Klagesemantik Bildungspolitik zu machen. Bei uns machten das heute die Naturwissenschaften am professionellsten und hätten damit auch schon einiges bewirkt (was Christoph Wittmer durchaus positiv sieht). Auch aus dem 19. Jahrhundert seien ähnliche Klagen bekannt. Uns kann das lehren, dass wir die Schnittstellenproblematik etwas ruhiger angehen sollten. Dass die Situation nicht hochdramatisch sein könne, zeige sich etwa in einer Umfrage, in der über 70% der Studentinnen und Studenten 2 Jahre nach der Matur angegeben hätten, gut auf die Hochschule vorbereitet worden zu sein.
Die HSGYM wurde vor 5 Jahren gegründet. Von Anfang an dabei waren u.a. die damaligen Rektoren der ETH und der Universität Zürich. Anfängliche Fragestellungen waren u.a.
- Sind Gymnasium und Hochschule "entfremdete Geschwister"? Christoph Wittmer verweist auf die Reformen in beiden Institutionen (MAR / Bologna), die in keiner Weise aufeinander abgestimmt wurden.
- Welche Zukunft hat die Maturität? Die Hochschulen liebäugeln vermehrt wieder mit Aufnahmeprüfungen, während die Aussagekraft der Maturprüfung in Frage gestellt wird. Die Hochschulen können aber nach Meinung von HSGYM (inkl. wichtiger Vertretern der Hochschulen in der HSGYM, wie dem früheren ETH-Rektor Konrad Osterwalder) die Hochschulreife nicht prüfen. HSGYM befürwortet daher eine Stärkung der Matur.
- Sind Bildungsstandards ein geeignetes Mittel zur Qualitätssicherung?: HSGYM will einen Beitrag zur Standard-Debatte leisten. Ein qualifizierter Dialog und ein gutes Reflektieren über Ansprüche bringt nach Meinung der HSGYM viel mehr als eine kurzfristige Standardpolitik.
- Welche Verantwortung tragen die Lehrpersonen, wenn es darum geht, den Maturandinnen und Maturanden den Übertritt zur Hochschule zu erleichtern? HSGYM plädiert für mehr akademisches Selbstverständnis bei den Lehrpersonen.
- Was bedeutet Hochschulreife? Diese Frage sollte von Vertretern der Gymnasien und der Hochschulen gemeinsam geklärt werden.
Das Vorgehen der HSGYM sah so aus:
- Es wurden 25 Kerngruppen und Fachkonferenzen mit je mind. 2 Personen von Gymnasium und Hochschule gebildet, wobei auf der Hochschulseite Professorinnen und Professoren direkt eingebunden wurden. Insgesamt haben inzwischen 150 Professoren eng mit HSGYM zusammengearbeitet. Die Kerngruppen und Fachkonferenzen haben die Schnittstellenproblematik in ihrer Fachschaft untersucht, Empfehlungen erarbeitet und diese in eine Vernehmlassung geschickt. Wichtig war der HSGYM auch die Zusammenarbeit mit Fächern, die am Gymnasium selbst keine Unterrichtsfächer sind (z.B. Medizin, Architektur, Materialwissenschaften etc.) Den besonderen Wert der so entstandenen Empfehlungen im Vergleich zu den Resultaten anderer Studien sieht Christoph Wittmer in ihrer Praxisnähe und ihrem Pragmatismus. Dadurch, dass sie an allen Gymnasien im Kanton diskutiert wurden, erreichen die Empfehlungen einen hohen Grad an Verbindlichkeit, ohne dabei die Lehrfreiheit zu beschneiden.
Als Resultat der Arbeit der HSGYM liegen konkrete Empfehlungen vor
- zu fachlichen und überfachlichen Kompetenzen
- an die Adresse von Hoch- und Mittelschulen
- unter Berücksichtigung der Mehrheit, die später ein Fach nicht studiert
- auf der Grundlage der Lehrplanfreiheit der Schulen und der Lehrfreiheit der Lehrpersonen
- mit Vorschlägen zur Umsetzung.
Zum aktuellen Stand der Schnittstellenproblematik macht die HSGYM folgende positive Feststellungen:
- Es besteht (mit Ausnahme weniger Fachschaften der Hochschule[3]) ein breiter Konsens darüber, dass Gymnasiastinnen und Gymnasiasten gute fachliche Kompetenzen mitbringen.
- Die Leistungsbereitschaft und kognitive Neugierde scheinen besser zu sein als man glaubt.
- Die Präsentationskompetenz scheint (zumindest, was mündliche Präsentationen betrifft) auch gut zu sein.
Gleichzeitig stellt die HSGYM folgende Probleme fest:
- Die Verkürzung der Gymnasien hat zu einer grösseren Oberflächlichkeit geführt.
- Die überfachlichen Kompetenzen sind ungenügend, namentlich das Durchhaltevermögen fehlt häufig, aber auch der Wille zum Verständnis ist nicht in ausreichendem Mass vorhanden, statt dessen dominiert Zweckdenken ("wie komme ich am leichtesten zu den benötigten Credit Points"). Als problematisch angesehen wird auch die Selbstkompetenz, Lernstrategien, die Fähigkeit zum kritischen Denken, die Recherchekompetenzen, sowie die Transfer-, Analyse- und Synthesekompetenzen (bezogen insb. auf Natur- und Ingenieurwissenschaften).
- Die Fähigkeit, komplizierte Texte zu verstehen, ist ungenügend.
- Die Studierenden wissen zu Beginn ihres Studiums zu wenig über die Fächer Bescheid, die sie belegen. Eine Mitverantwortung dafür ortet die HSGYM auch bei den Lehrpersonen.
Die HSGYM schlägt für die Verbesserung der Schnittstelle Gymnasium - Hochschule vor, dass das "akademische Arbeiten" gefördert werden soll: Der Stoff soll vermehrt kritisch und von verschiedenen Seiten her angegangen werden. Ohne das Gymnasium neu zu erfinden, soll man ja sagen zu etwas mehr Uni am Gymnasium. Als Beispiel schlägt Christoph Wittmer vor, die linguistischen Inhalte der verschiedenen Fremdsprachen koordiniert zu unterrichten. Es brauche ein Gesamtkonzept zu den überfachlichen Kompetenzen, das für alle Gymnasien gültig ist und das Akzente für akademisches Arbeiten setzt (Stichwort "gymnasiale Oberstufe"). Ganz wichtig ist in jedem Fall ein Ende der Verkürzungsdiskussion.
Die besonderen Chancen des Projekts HSGYM sieht Christoph Wittmer in folgenden Punkten:
- Gymnasien und Hochschulen übernehmen gemeinsam Verantwortung.
- Schulleitungs- und Lehrerkonferenz arbeiten zusammen.
- Fachschaften und Institute bestimmen den Dialog.
- Die Perspektive der Praxis steht im Zentrum.
- Die Maturität wird durch gemeinsame Reflexion der Ansprüche gestärkt.
- Das Projekt bildet eine offene Plattform.
Die Abschlussergebnisse der HSGYM werden im Dezember 2008 / Januar 2009 publiziert. Danach wird die Arbeit der HSGYM fortgeführt, wenn auch mit etwas geringerer Intensität.
An den Vortrag von Christoph Wittmer schliesst sich folgende Diskussion an:
Markus Stähelin glaubt, das heutige Problem der Hochschulen sei weniger die Schnittstellenproblematik als die Tatsache, dass die einheimischen Studierenden viele Fächer insb. im naturwissenschaftlichen Bereich einfach nicht mehr studieren wollen.
Christoph Wittmer entgegnet, dass es wichtig sei, einen Unterricht zu pflegen, der einen reizt, die entsprechenden Fächer zu studieren. Wie das gemacht werden soll, weiss auch die HSGYM noch nicht. Aber z.B. könnte die Attraktivität des Psychologiestudiums eine Folge mangelnder Information darüber sein, was Psychologie eigentlich ist
Daniel Meister fragt, ob die Uni zum aktiven Dialog über überfachliche Kompetenzen überhaupt bereit sei?
Christoph Wittmer hält fest, dass das Projekt HSGYM diesen Dialog teilweise bereits abdecke. EVAMAR II werde auch seinen Beitrag dazu leisten. Im Kanton Zürich werde zudem ein Kompetenzenkatalog für überfachliches Arbeiten erarbeitet.
Raymond Zumbühl möchte wissen, ob die Verzettelung durch zu viele Schwerpunkte nicht auch ein Teil des Problems sei.
Christoph Wittmer weiss, dass die Meinungen darüber divergieren. Zumindest im letzten Jahr hält er Wahlangebote für wichtig, die auf die einzelnen Studienfächer vorbereiten. Ein grösseres Problem könnte aber die Überfülle an Projekten, Austausch- und Sonderveranstaltungen usw. sein.
Karin Joachim fragt, ob nach Meinung von Christoph Wittmer sich an den zum Teil sehr unakademischen Themen der Maturarbeiten durch die Promotionsrelevanz etwas ändern wird.
Christoph Wittmer berichtet, dass es an der KS Enge weniger pseudowissenschaftliche und mehr prowissenschaftliche Arbeiten geben soll, indem die Betreuung professionalisiert wird, auch dort, wo die Fächer nicht unterrichtet werden. Dazu soll die Zusammenarbeit mit den Hochschulen ausgebaut werden.
Isidor Huber mahnt, den jeweiligen Partner (Uni/Gym) ernst zu nehmen und nicht abzuqualifizieren. Daher begrüsst er das Projekt HSGYM. Standards und HSGYM sollten sich nicht widersprechen müssen.
Christoph Wittmer meint, die Heterogenität zwischen den Schulen und auch innerhalb der Schulen sei durchaus ein Thema. HSGYM wolle aber keine Ratings, wie die Presse sie wünsche und wie sie international praktiziert würden.
Michael Weiss fragt, wie das Projekt HSGYM in andere Kantone hinauswirken könne.
Christoph Wittmer kündigt an, dass jede Hochschule und jedes Gymnasium 2 Exemplare des HSGYM-Berichts erhalten werden. HSGYM könne helfen, vergleichbare Projekte in anderen Regionen aufzugleisen, eine Ausdehnung sei aber nicht geplant und von den Mitteln her auch nicht möglich. Es wäre besser, wenn sich solche Projekte von selbst bilden.
Doris Boscardin erinnert sich, dass es vor 10 Jahren schon ein solches Projekt gegeben habe, das versandet sei, und möchte wissen, ob HSGYM eine Nachfolgeorganisation sei.
Christoph Wittmer verneint die Frage, indem er bekennt, dass die Gründungsmitglieder von HSGYM anfangs gar nicht wussten, dass schon ähnliche Projekte existierten. Er betont, dass es für die HSGYM zentral war, von Anfang an mit Dozenten und Lehrpersonen zu reden. Die dadurch entstandene Praxisnähe mache wohl den Erfolg des Projekts aus.
Karin Joachim überreicht dem Referenten ein Präsent.
3. Verabschiedung von Regina Rodmann
Christian Oehrli würdigt die langjährige Arbeit von Regina Rodmann im Vorstand des GBL. In Zeiten, wo es modern geworden sei, zwar viel vom Berufsverband zu verlangen, sich aber nicht selbst für ihn einsetzen zu wollen, habe sie durch ihren mit viel Zeit und Energie verbundenen Einsatz ein äusserst vorbildliches Zeichen gesetzt.
4. Protokoll der letzten GV
Das Protokoll wird per Akklamation genehmigt.
5. Jahresbericht
Michael Weiss hebt einige Punkte aus den Aktivitäten des GBL-Vorstands im vergangenen Jahr noch einmal hervor:
- Während die Lohnklagen der Fachschaft Bildnerisches Gestalten gescheitert sind, sucht die AG Sport unter Mitarbeit des GBL weiterhin nach einer Lösung der unbefriedigenden Situation.
- Die Lohnverhandlungen 2007 brachten den Teuerungsausgleich; dieser wird auch dieses Jahr erwartet. Ob eine Reallohnerhöhung (allenfalls auch in Form einer Arbeitszeitreduktion) angesichts der globalen Finanzkrise noch realistisch ist, bleibt abzuwarten. Michael Weiss meint, wenn der Staat mit 6 Milliarden die Boni der UBS-Manager zahlen könne, dürfe er ruhig auch etwas für seine eigenen Angestellten übrig behalten.
- Der GBL glaubt, dass Bildungsstandards ein Mittel sein können, den Stellenwert der Matur als Eintrittsbillett zur Universität zu erhalten, sieht aber auch die Gefahren schlecht eingeführter Bildungsstandards.
- Der Vorstand sucht die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Bildungswesen, namentlich GLK, SLK, VSG, LVB.
- Der GBL ruft alle Mitglieder auf, für die Ablehnung der Privatschulinitiative zu werben.
6. Schwerpunkte im nächsten Verbandsjahr
Karin Joachim gliedert die Schwerpunkte im Verbandsjahr 2008/09 in zwei Bereiche:
- Bildungspolitisch stehen die Mitsprache beim Thema Bildungsraum NWCH (in Absprache mit der SLK) und die Diskussion um die Zentralmatur (in Absprache mit der GLK) im Zentrum.
- bezüglich Arbeitsbedingungen wird sich der GBL einsetzen für
- eine verbesserte Entlöhnung der Mentoratslehrpersonen
- eine Erhöhung des Schulpools
- bezahlte Lehrmittel
- die Anliegen der Fachschaft Sport im Zusammenhang mit den Lohnklagen
- den Lohn überhaupt (wobei betont werden muss, dass es der LVB ist, der auch für uns Gymnasiallehrpersonen die Lohnverhandlungen führt)
Schliesslich wird die Zukunft des GBL überhaupt auch im kommenden Verbandsjahr ein Thema für den Vorstand sein.
Raymond Zumbühl fragt nach, was die Idee hinter der Zentralmatur sei.
Markus Stähelin outet Raymond Zumbühl als Anhänger und sich selbst als Gegner einer Zentralmatur.
Isidor Huber umreisst die Haltung der SLK: Keine Zentralmatur, aber evt. "Hausmaturen" (einheitliche Strukturen innerhalb der Gymnasien).
7. Wahl der LVB-Delegierten
Christian Oehrli liest die Namen derjenigen vor, die schon von ihren Konventen bestätigt wurden, und schlägt vor, sie auch im GBL per Akklamation zu bestätigen, was geschieht. Die Gewählten sind Isabelle Grimm (Liestal) sowie Stefan Schiegg, Eugen Wasmer und Emanuel Wittstich (Muttenz)
8. Jahresrechnung und Budget, Revisorenwahl
Evelyne Balsiger erläutert die Jahresrechnung.
Andreas Werder fragt nach der Entwicklung der Mitgliederzahlen und verhilft dem Traktandum damit zu einer unerwarteten Dynamik.
Evelyne Balsiger verweist auf einige Mitglieder der Fachschaft Bildnerisches Gestalten, welche nach der Nicht-Unterstützung ihrer Lohnklage durch den LVB ausgetreten seien. Immer wieder möchten Mitglieder aus dem LVB austreten, aber im GBL bleiben, was nicht möglich ist.
Doris Boscardin glaubt nicht, dass der GBL ohne den starken LVB im Rücken existieren könnte. Sie kann keine GBL-Austrittswelle feststellen. Sie stellt fest, dass es (zumindest im LVB) immer weniger Mitglieder mit Vollpensen gibt.
Kathrin Hoch weist darauf hin, dass es auch bei den Lehrkräften der Fachschaft Sport rumore. Man fühle sich vom LVB sehr rüde behandelt. Sie empfiehlt, der LVB solle etwas mehr auf die Basis hören.
Isidor Huber bedauert den Mitgliederschwund sehr stark. Der LVB müsse einen ständigen Spagat betreiben. Als Beispiel erwähnt er den Berufsauftrag, der an den Gymnasien einfach nicht goutiert werde. Wenn der GBL keine Themen fände, welche die Leute fesseln, werde es schwierig.
Raymond Zumbühl regt an, man solle nach dem Rücktritt von Max Müller versuchen, ausgetretene Mitglieder wiederzugewinnen, die wegen Max Müller ausgetreten sind.
Eugen Wasmer erinnert sich an GBL-Generalversammlungen mit noch viel geringerer Präsenz als die jetzige. Die Situation sei nicht so dramatisch, wie sie vielleicht erscheine.
Daniel Meister bekräftigt die Aussage von Eugen Wasmer: Der Verband müsse auch bei Schönwetter existieren, damit er bei Schlechtwetter zur Stelle sein kann.
Evelyne Balsiger hält fest, dass der GBL zwar bei den ganz grossen Themen wie Lohnverhandlungen nicht selbständig handeln könne, dass es aber wichtig sei, dass die Gymnasiallehrpersonen vertreten seien.
Karin Joachim hält eine Verselbstständigung des GBL für wohl nicht sinnvoll.
Evelyne Balsiger präsentiert nun das Budget 2008/09. Im Budget enthalten sind insbesondere
- 4'000 Fr., die der GBL von den Lehrkräften der Fachschaften Sport und Bildnerisches Gestalten zurückerstattet bekommen hat (Lohnklagen)
- 1000 Fr., die der GBL dem Verein gegen die Initiative "Bildungsvielfalt" spendet
- 1140 Fr. Solidaritätsbeitrag für den VSG (5 Fr. pro Mitglied, bereits an der GV 2007 beschlossen)
Doris Boscardin bedankt sich im Namen des LVB für die Spende von 1000 Fr. an das Komitee gegen die Initiative "Bildungsvielfalt".
Isidor Huber fragt, ob man nicht den Beitrag an das Komitee gegen die Initiative "Bildungsvielfalt" auf 2000 Fr. erhöhen sollte und beantragt das.
Doris Boscardin erwähnt, dass ein Inserat in der BaZ 8000 Fr. kostet. Billiger ist die Mund-zu-Mund-Werbung.
Daniel Meister meint, der Beitrag könne nur symbolisch bleiben.
Evelyne Balsiger lässt über den Antrag von Isidor Huber abstimmen. Der Antrag wird mit grossem Mehr und einigen Enthaltungen ohne Gegenstimmen angenommen.
René Croll möchte auch den Beitrag an den VSG verdoppeln und stellt den Antrag, einmalig 10 Fr. statt 5 Fr. pro Mitglied zu überweisen.
Evelyne Balsiger plädiert dafür, dass man statt dessen einen Teil eines allfälligen Überschusses an den VSG weitergeben solle.
Andreas Werder meint, dass man in der jetzigen finanziellen Situation als einmalige Aktion auch den VSG stärker unterstützen könne.
Michael Weiss bittet darum, statt mehrere Varianten durchzuprobieren, über den Antrag von René Croll abzustimmen.
Der Antrag wird bei grossem Mehr und 2 Enthaltungen angenommen.
Die Generalversammlung erteilt dem Vorstand einstimmig die Décharge für die Vereinsrechnung 2007/08 und genehmigt das Budget 2008/09.
Evelyne Balsiger zeigt die Revisorenberichte. Werner Strüby und Roland Rebmann waren als Revisoren gewählt. Aus gesundheitlichen Gründen musste Roland Rebmann durch Beat Peng vertreten werden. Evelyne Balsiger verdankt die Arbeit der Revisoren und beantragt, für das laufende Vereinsjahr wieder Werner Strüby und Roland Rebmann als Revisoren sowie Beat Peng als Ersatz-Revisor zu wählen. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
9. Festsetzung des Mitgliederbeitrags
Evelyne Balsiger schlägt die Beibehaltung der Beiträge bei gleicher Aufsplittung vor (5 Fr. Solidaritätsbeitrag pro Mitglied an den VSG im Vereinsjahr 2009/10). Ihr Vorschlag wird einstimmig angenommen.
10. Varia
Werner Strüby ruft uns auf, Leserbriefe gegen die Privatschulinitiative zu schreiben. Die Befürworter der Initiative sendeten aus der ganzen Schweiz Leserbriefe an Nordwestschweizer Zeitungen.
Doris Boscardin möchte herausfinden, ob von der BaZ Leserbriefe unterdrückt würden, die gegen die Initiative gerichtet sind und fordert uns auf, zu berichten, wenn uns so etwas passiert.
Regina Rodmann bedankt sich noch einmal für ihre Abschiedsgeschenke.
Karin Joachim hat noch Unterlagen von Christoph Wittmer zum Mitnehmen.
Die GV schliesst um 22:22 Uhr.
Pratteln, 26.11.2008
für das Protokoll
Michael Weiss
[1] AG HSGYM: Arbeitsgruppe Hochschule - Gymnasium. Siehe http://www.educ.ethz.ch/hsgym/index und weiterführende Links
[2] Die Rede von Jürgen Oelkers ist in gekürzter Form im Gymnasium Helvetikum 2/2008 ab S. 6 wiedergegeben, siehe auch http://www.vsg-sspes.ch/fileadmin/files/pdf/GH_2_2008_web.pdf , oder für die ungekürzte Rede http://www.educ.ethz.ch/hsgym/Oelkers_Schnittstelle.pdf
[3] namentlich Französisch und Mathematik

