1. Bilinguale Maturität - Erfolgsgeschichte oder Flop?
Forschungsergebnisse und neue Fragestellungen
Vortrag von Prof. Dr. Anton Näf, Université de Neuchâtel (Leiter des Nationalfondsprojekts "Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz", Leiter Teilprojekt „Zweisprachige Maturität")
Link zu den Präsentationsfolien
1989 boten erst 2 Gymnasien eine bilinguale Matur an. Nach der Einführung der MAR hat sich die Zahl der Gymnasien auf 11 (im Jahre 2000) und auf gegenwärtig 70 gesteigert.
Jeder 10. Maturant/Maturandin hat somit einen bilingualen Abschluss. In der Deutschschweiz wird fast ausschliesslich Englisch, in der Romandie vorwiegend Deutsch als Immersionssprache angeboten.
Die bilingualen Leistungen und Kenntnisse der Immersionsklassen sind doppelt so gut wie bei normalen Klassen. Die sprachlichen Leistungen der Schülerinnen und Schüler waren jedoch schon vorher besser. Die bilingualen Schüler schneiden vor allem beim Hörverstehen besser ab. Um genaueres darüber zu erfahren ergibt sich die Notwendigkeit von Langzeitstudien. Auch ob im immersiven Fach das gleiche Niveau erreicht werden kann wie in regulären Klassen müsste genauer untersucht werden.Auf jeden Fall müsste man die bilinguale Matur eher als „Eliteförderung" verstehen, mit deren Bezeichnung man jedoch in der Schweiz noch etwas Mühe habe, so Anton Näf.
Das Schlusswort zum Vortrag: „Das Gymnasium ist wieder ein lebendiges Laboratorium geworden! Ob die Immersion der Königsweg zur Sprachförderung ist, wird sich in den kommenden Jahren erst noch zeigen müssen."
Anschliessend: Diskussion und Fragen
Publikation zum Thema:
Daniel Elmiger (2008), Die zweisprachige Maturität in der Schweiz. Die variantenreiche Umsetzung einer pädagogischen Innovation. Mit einer Einführung von Anton Näf (Schriftenreihe des Staatssekretariats für Bildung und Forschung SBF) und/oder als PDF unter: www.sbf.admin.ch/htm/dokumentation/publikationen/bildung/bilingue_matur_de.pdf
2. Position des GBL & kurze Diskussion
zum Vorstoss des Vorstandes der Schulratspräsidien des Kt. Baselland zur Abschaffung des Vorschlagsrechtes des Konvents bei der Wahl von Schulleitungsmitgliedern.
Die Meinung der Anwesenden:
- Es sei essentiell, dass der Schulrat ein gutes Klima schaffen soll und deshalb wissen muss, ob eine Lehrerschaft hinter dem Rektor stehen kann oder nicht.
- Der SR soll die grosse Verantwortung wahrnehmen und die bestehende Form der zusätzlichen Evaluation als Mithilfe verstehen. Bis jetzt gab es vor allem positive Erfahrungen.
- Der GBL müsse sich jedoch erst dann dafür einsetzen, wenn der Vorstoss an den Landrat gelangt.
3. Protokoll der letzten GV (Karin Joachim, Michael Weiss)
Wird angenommen und verdankt.
4. Jahresbericht (Michael Weiss, Martin Meury)
Der Jahresbericht wurde der GV-Einladung beigelegt. Michael Weiss geht knapp darauf ein:
- Veränderungen bei den Maturitätsprüfungen: Ressortleitende statt Experten bei schriftlichen Prüfungen, einheitliche Hausmaturen
- Sparmassnahmen: Keine OA 2011, Kürzung der Freifächer
- 4-jähriges Gymnasium
- Zusammenarbeit GLK-GBL
- Lohnklagen
- Neuer Lehrerpersonenfunktionskatalog
- Mentoratsentschädigung
- Bezahlte Lehrmittel
5. Schwerpunkte des nächsten Verbandsjahrs (Michael Weiss)
Es werden einige Arbeiten auf den GBL zukommen. Im Speziellen sind dabei:
- Mitarbeit Arbeitsgruppe interkantonal organisierten Leistungstests
- Mitarbeit Arbeitsgruppe 4-jähriges Gymnasium
- Mandate Anstellungsbestimmungen Sport/BG
- Neuer Lehrerpersonenfunktionskatalog
- Bezahlte Lehrmittel
- Vorschlagsrecht bei SL-Wahlen
6. Wahlen (Michael Weiss)
- Evelyne Balsiger tritt als Co-Präsidentin des GBL zurück, bleibt jedoch im Vorstand.
- Michael Weiss wird als Präsident des GBL gewählt.
7. Jahresrechnung und Budget (Christian Oehrli)
Die Jahresrechnung wird mit einem Ertragsüberschuss von 2285.05 Fr. und einem Vereinsvermögen von 24'181.20 Fr. (30.6.2010) angenommen.
Das Budget 2011 für angenommene 240 Mitglieder sieht Ausgaben von 5900.- gegenüber Einnahmen von 7250.- vor und wird ebenfalls gut geheissen.
8. Festsetzung des Mitgliederbeitrags (Michael Weiss)
Der Mitgliederbeitrag für das Verbandsjahr 2010/11 verbleibt bei 30.- Franken; darin inbegriffen ist der Solidaritätsbeitrag von 5.- Franken an den VSG.
9. Varia
Keine weiteren Beiträge.

