Berufszufriedenheit

Hinsichtlich der LCH-Berufszufriedenheitsstudie der Lehrkräfte für das Jahr 2014 liegt der Kanton Baselland im Vergleich mit 19 anderen Deutschschweizer Kantonen gesamthaft am Ende der Tabelle. An der Studie haben insgesamt über 14‘000 Lehrpersonen aller Schulstufen teilgenommen, davon rund 600 aus Baselland. Es handelt sich hierbei um die erste grosse Berufszufriedenheitsstudie seit 2006.

Die von der LVB-Geschäftsleitung verfasste umfassende Analyse, Interpretation und Ursachenforschung hinsichtlich der der Baselbieter Lehrer(un)Zufriedenheit, angereichert mit Informationen zum Faktorenvergleich Deutschschweiz-Baselland finden Sie hier auf dieser Homepage.

 

Die wichtigsten Forderungen des LVB

Die Lehrkräfte definieren den Entwicklungsbedarf.
Die pädagogische Weisungsberechtigung der Schulleitung muss einschränkend präzisiert oder rückgängig gemacht werden.

Die Infrastruktur der Schulen muss in Schuss gehalten werden.
Ein Verzicht auf fragwürdige Reformen würde viel mehr Geld einsparen, als es kosten würde, die schulische Infrastruktur in Schuss zu halten. 

Die Dauerreform der Volksschule muss beendet werden.
Schule und Unterricht müssen nicht permanent neu erfunden werden. 

Die pädagogische und methodische Freiheit muss gestärkt werden.
Angehört zu werden ist nett. Mitentscheiden zu können, ist gescheiter. 

Die Grenzen der Teilautonomie müssen definiert werden.
«Anything goes» ist kein taugliches Ordnungsprinzip für staatliche Institutionen. 

Die Sparpakete dürfen die Berufszufriedenheit nicht weiter absenken.
Die regierungsrätlichen Sparpläne im Bildungsbereich (u.a. weniger Lohn, höhere Pflichtstundenzahl, grössere Klassen, keine Altersentlastung, keine Lageraufstockung) liessen die Berufszufriedenheit weiter sinken. Die Konkurrenzfähigkeit der Anstellungsbedingungen von Baselbieter Lehrkräften befände sich weiter im Sinkflug.  

Die bedürfnisgerechte Weiterbildung muss garantiert bleiben.
100% (oder noch mehr...) verordnete Weiterbildung kann kein Dauerzustand sein.