In einem Monat wird abgestimmt

In einem Monat wird abgestimmt

Geschätzte Mitglieder

Was vor über dreieinhalb Jahren als Reaktion auf drei kantonale Sparpakete hintereinander begann, kommt in einem guten Monat zur Abstimmung: Die beiden LVB-Initiativen «Bildungsressourcen gerecht verteilen und für das Wesentliche einsetzen» sowie «Stopp dem Abbau an den öffentlichen Schulen».

Auch wenn gerade (noch) kein neues Sparpaket ansteht, bleiben die Anliegen unserer Initiativen aktuell. Die Diskrepanz zwischen den Ansprüchen an uns Lehrpersonen und der Infrastruktur, die uns dafür zur Verfügung steht, ist an zu vielen Schulen noch immer inakzeptabel. Darum sollen Mindestansprüche an die schulische Infrastruktur im Bildungsgesetz verankert werden. Und für den Fall neuer Sparmassnahmen im Bildungsbereich in naher oder ferner Zukunft sollen vorsorglich gewisse Regeln etabliert werden, um insbesondere den laufenden Schulbetrieb besser vor schädlichem Abbau zu bewahren, als es in den letzten 15 Jahren der Fall gewesen ist.

Unsere Initiativen beschreiten zweifellos politisch unkonventionelle Wege, doch das ist auch gut so. Sie folgen keinem Parteiprogramm, sondern sind darauf ausgelegt, das Bildungswesen, auf dem unser aller Wohlstand in hohem Masse beruht, vor Schnellschüssen zu schützen. Dazu stellen sie dem «Abbau-Erfindungsreichtum» der Politik gewisse, durchaus klare Hürden in den Weg. Es ist nachvollziehbar, dass Politikerinnen und Politiker solche Hürden nicht schätzen. Der Zuspruch der grossen Parteien zu unseren Initiativen in der Landratsdebatte war dementsprechend gering.

Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir Lehrerinnen und Lehrer selbst die Stimmbevölkerung von der Berechtigung und Notwendigkeit unserer Anliegen überzeugen. Auch wenn wir dabei auf Widerstände stossen, dürfen wir das erhobenen Hauptes tun. Initiativen sind nämlich nicht dafür da, dass Parteien sie als Druckmittel einsetzen, sondern um Anliegen zu befördern, die viele Menschen teilen, für die aber im «inneren politischen Betrieb» (sprich Parteien, Parlament und Regierung) keine zufriedenstellenden Lösungen gefunden wurden. Genau dies ist auch der Anspruch unserer zwei Initiativen.

Die Erfahrung zeigt, dass Initiativen nicht leicht zu gewinnen sind. Wir von der LVB-Geschäftsleitung engagieren uns seit Monaten intensiv und werden dies auch weiterhin tun. Doch ohne die Hilfe unserer Mitglieder können wir im Abstimmungskampf kaum bestehen. Wir erneuern daher unseren Aufruf an Sie, «pro Bildung BL» zu unterstützen:

  • Bestellen Sie via unsere Abstimmungshomepage Flyer und verteilen Sie diese in den Briefkästen einer oder mehrerer Baselbieter Gemeinden. Der Anhang verschafft Ihnen einen Eindruck des gefalteten Flyers.
  • Treten Sie dem Abstimmungskomitee bei! In diesen Tagen haben die Landrätinnen Priska Jaberg (EVP) sowie Regina Werthmüller (parteilos) dies bereits getan, ebenso Marc Joset und André Vanoncini von der SP. Werden auch Sie Teil davon! Melden Sie uns Ihren Namen, Ihre Adresse, Ihren Beruf sowie allfällige politische Ämter und Parteizugehörigkeit. Eine E-Mail an info@pro-bildung-bl.ch genügt.
  • Überzeugen Sie in Baselland stimmberechtigte Personen aus Ihrem persönlichen Umfeld, am 19. Mai mit 2x «JA» abzustimmen. Hier finden Sie viele Antworten auf Fragen, die im Lauf der vergangenen Jahre zum Inhalt der beiden Initiativen aufgetaucht sind.

Von der Lancierung unserer Initiativen an der Delegiertenversammlung vom 16. März 2016 über die Organisation der Unterschriftensammlung, die erfolgreiche Beschwerde gegen die Teilungültigkeitserklärung des Landrats bis hin zum Aufgleisen und Durchführen der eigentlichen Abstimmungskampagne haben unsere Initiativen bereits einen Grossteil des Wegs erfolgreich hinter sich gebracht. Für den Schlussspurt brauchen wir Ihre Unterstützung!

Freundliche Grüsse
Ihre LVB-Geschäftsleitung


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